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Und nu‘, EU?

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Und nu', EU?

Zukunft und weitere Gedanken

Wirtschaftliche Rückständigkeit, drohender Werteverlust, Aufspaltung der EU, Unabhängigkeitsbestrebungen a là Brexit, Demokratiemüdigkeit, Populismus/Extremismus, Finanz- und Wirtschaftskrisen, Terror, Aufstreben andere Märkte/Regionen.

Krisen, Krisen, Krisen. Schaut man regelmäßig Nachrichten oder liest die Tageszeitung, so könnte man meinen die Europäische Union stolpert von einer (unlösbaren) Krise in die nächste. Gerade die Wirtschaftskrise in den Griff bekommen, taucht die Flüchtlingskrise auf und dann auch noch der Brexit. Wie sollen wir uns da verhalten? Welche Gesetze/Richtlinien greifen, welche nicht? Wer hat alles einen Einfluss? Diese Fragen müssen sich unsere Politiker tagtäglich in der Krisenbewältigung stellen. Mitunter hat man aber das Gefühl, die Politiker können das alles gar nicht mehr bewältigen. Und das alles spielt natürlich den Extremen und Populisten in die Karten. Unabhängigkeitsbestrebungen und EU-feindliche Aussagen liegen zurzeit voll im Trend. Droht das Ende der EU?
Doch steht es wirklich so schlimm um unsere EU? Ist sie wirklich überflüssig? Brauchen wir die EU nicht mehr?
Ich glaube an die EU. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir die Werte und Ideale der EU nicht verlieren, nicht vernachlässigen dürfen. Ich bin ein „EU-Bürger“.
Noch sind wir geschockt, aber wir werden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit.

Jens Stoltenberg, 2011

Für mich steht die EU für mehr als nur gemeinsamer Wirtschaftsraum. Für mich steht sie für Werte, für Freiheit, für Demokratie, für Gleichheit, für Menschenrechte, für Rechtsstaatlichkeit. Diese 28 Staaten (Großbritannien mal mitgerechnet) stehen gemeinsam ein für: Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Menschenwürde, Reisefreiheit, Versammlungsfreiheit, Gesetze/Richtlinien, Euro, Frieden, Schutz, Sicherheit, Entwicklung, Forschung, Kulturenaustausch.

Deshalb muss die Europäische Union bestehen bleiben. Die gemeinsamen Werte sind ein wichtiger Bestandteil unseres jetzigen Lebens und Lebenstandards. Diese aufzugeben würde die Mitgliedsstaaten der EU wirtschaftlich, politisch und sozial weit zurückwerfen und Europa wäre wieder auf dem Stand der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Ein Zitat aus dem Jahre 2011 vom damaligen norwegischen Ministerpräsident Jens Stoltenberg bringt es für mich auf den Punkt: “Noch sind wir geschockt, aber wir warden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit.” Zwar war dies seine Antwort auf das grausame Attentat von Anders Breivik in Oslo, aber ich finde, dies kann man gut auf die EU und ihre Krisen übertragen. Wir geben nicht auf. Den Gegnern und Feinden gegenüber geben wir nicht nach. Wir halten unsere Werte hoch, unsere Demokratie. Denn dies ist die wichtigste Errungenschaft der Neuzeit. Dies dürfen und können wir nicht verlieren.

Meine Meinung:

1. Wir brauchen die EU.

2. Wir lassen uns nicht von Terror, Angst und Demokratiegegnern nicht unterkriegen.

3. Die Idee der Europäischen Union muss und wird erhalten bleiben.

4. Werdet aktiv! Klärt andere auf, geht wählen und nehmt aktiv an Politik teil, statt zu meckern!

John
"Do what you can't!", Politik- und Wirtschaftsstudent an der Universität Köln, leidenschaftlicher Effzeh-Fan, Europäer

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